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Zentral gesteuerte Einzelraum-Temperaturregler
führen in Mietwohnungen nicht zwangsläufig zu einem geringeren Heizenergieverbrauch. Dies ist das Ergebnis eines Praxistests im Auftrag der Klimaschutzagentur Bremer Energie-Konsens. Über zwei Jahre hatte das Bremer Energie Institut den Einsatz von zentralen Einzelraum-Temperaturreglern begleitet. Für den Feldtest waren in drei Geschosswohnungsbauten der Bremer Wohnungsbaugesellschaften Gewoba und Gewosie in insgesamt 72 Wohnungen moderne Einzelraumregler eingebaut worden. Die Mieter wurden mehrfach intensiv in die Bedienung der Geräte eingewiesen. Als Referenzgebäude dienten drei baugleiche Objekte. Über zwei Jahre wurde sowohl in den Test- als auch in den Referenzgebäuden der Heizenergieverbrauch erfasst. Anders als von den Herstellern vorhergesagt, wurden dabei in der jetzt veröffentlichten Studie keine Einsparungen nachgewiesen. "Viele Mieter haben die neuen Regelungen gar nicht oder nur wenig genutzt", so Dr. Cornelis Rasmussen, Geschäftsführer der Bremer Energie-Konsens. Die Gründe für die starke Zurückhaltung gegenüber den modernen Reglern wurden mit einer Mieterbefragung ermittelt: Diese habe gezeigt, dass die Geräte zumindest für die Testnutzer zu komplex sind. Dies habe Unsicherheiten im Umgang mit der Technik und schließlich deren Nicht-Nutzung hervorgerufen. Bei den meisten Mietern sei zudem auch eine gewisse Grundskepsis gegenüber neuen, ungewohnten Regelungselementen vorhanden. Ein anderer Grund: Bei der automatischen Regelung waren 16°C als Mindesttemperatur vorgegeben, um Schimmel vorzubeugen.weitere Neuigkeiten





