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Von Matthias Klaus
Bei aller Freude: Ein bisschen Wehmut ist mit dabei...... Und so mancher habe es der Zittauer Planungsgemeinschaft nicht zugetraut, das Projekt zu stemmen. „Es gab zuweilen starken Gegenwind“, sagt der Geschäftsführer.
Vorbei, vergessen. Am Freitagnachmittag übergibt Fred Milke den Badschlüssel an den neuen Eigentümer, an Manfred Kürschner, Geschäftsführer der Städtischen Beteiligungsgesellschaft (SBG). „Die Entscheidung des Stadtrates, ein neues Bad in ein historisches Haus einzubauen, war richtig“, sagt er. Das Interesse der Zittauer, der Einwohner der Region am Bad, an den Baufortschritten war und ist riesig. Allein zum Tag des offenen Denkmals kamen 2700Besucher, ließen sich durch das noch nicht ganz komplette Bad führen. Über 100 Firmen waren am Bau beteiligt, der Großteil aus Zittau, der Umgebung, Sachsen. „Wir haben die Baukosten eingehalten, öffnen früher als geplant“, freut sich Manfred Kürschner. 10,6 Millionen Euro kostete die Sanierung des Gemäuers. 300000Euro kamen als Spenden von Firmen, Einrichtungen, Privatleuten zusammen. Einen wesentlichen Anteil am Gelingen des Vorhabens hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, ebenso der hiesige Ortskurator und frühere Bürgermeister der Stadt Gerd Arnold. 1,4 Millionen Euro kamen von der Stiftung. Die Summe deckt nahezu den Eigenanteil der Stadt.
„Wer vor dem Zittauer Stadtbad steht, sieht: Hier hat bürgerliches Selbstbewusstsein dem Architekten und dem Kämmerer die Hand geführt“, findet Henry Hasenpflug, Präsident der Landesdirektion des Direktionsbezirks Dresden. Natürlich wisse er, so Henry Hasenpflug, dass Touristen nicht allein wegen des Bades nach Zittau, in die Region kommen: „Es sind nicht die großen Attraktionen, die Gäste anziehen, sondern das Zusammenspiel von vielen kleinen: Von der Landschaft, der Natur bis hin zu der einzigartigen Architektur.“



Architekten: J. Long, S. Lätzer, S.Schwarzer
Bauleiter: U. Voigt
Projektleiter: F. Milke
Fachplanung: IB elkoplan, IB genom, IB klaus und IB uso





